Von Katzen, Enten, Käfern, Träumen und Superstars.

Von Katzen, Enten, Käfern, Träumen und Superstars.

025

 

Advertisements

Mein sechstes Motorrad!

Nach dem fünften kam erst einmal gar kein Motorrad. Die PS reduzierten sich deutlich, aber ich kann nur sagen: eine Pferdestärke hat’s auch ganz schön hinter den Ohren. Aber das ist eine ganz und gar andere Abteilung.

Ganz und gar ohne Motorrad waren die Jahre bis zum 6. auch nicht. So hatte ich die zweifelhafte Ehre, die 1000er Suzuki GSXR meines Gatten auf der Straße einzufahren, bevor sie für die europäischen Rennstrecken umgerüstet, sprich abgetakelt wurde. Motoren einfahren ist langweilig. Ich weiß schon, warum ich das machen durfte.

Aber im Sommer mit dem Auto in der Gegend rumfahren – hat nur den einen Vorteil: frau kann alle ihre quasi ungetragenen Sommerkleider spazierenführen. Weil der Mann nix davon hat, erinnerte ich mich daran, daß ich den größten Kurvenspaß mal auf eine Honda Dominator hatte.  Ab auf die Suche nach einer guten Gebrauchten – das Internet macht’s möglich, das Angebot überwältigend.

Kurz und knapp: Motorrad gefunden, Besichtigung vereinbart. Auf dem Weg dahin wollten wir uns noch eine alte BMW angucken, außer Konkurrenz sozusagen….

Jetzt tritt die dicke Berta auf den Plan – sie hat sich ja bereits in verschiedene Posts von mir eingeschlichen.

Die dicke Berta ist schwarz mit gelbem Design. Sie ist furchtbar schwer. Sie hat keine Leistung. Die Bremsen sind der größte Schrott und verdienen den Namen nicht. War ich es gewohnt, bei meinem fünften Motorrad die Vorderradbremse nur mit zwei Fingern zu bedienen und die Hinterradbremse im Regelfall gar nicht, greife ich jetzt beherzt mit der ganzen Hand in die Eisen und gleichzeitig mit dem Fuß auf die Hinterradbremse, um so etwas ähnliches wie eine Bremswirkung zu erzielen.  Aber man gewöhnt sich an alles .. :-D.

Das Getriebe kracht und klackert beim Gangwechsel. Eigentlich ist sie furchtbar häßlich. Das Fahrwerk wirkt wie ein durchgelegener Lattenrost. Die Blinkerschalter sind links und rechts, riesengroß wie alle Knöpfe und Schalter und als japanische Motorraderfahrene braucht man für die Bedienung erst einmal einen Lehrgang. Der Zündschlüssel winzig klein. Schön ist ihr Heck und die Ansicht diagonal von hinten – wegen der Einarmschwinge und dem hochgezogenen Auspuff.

Als wir diese „außer Konkurrenz“- Motorraddame in der Garage ihres treulosen Vorbesitzers erstmals erblickten, erhaschte ich zufällig und mit Entsetzen den eindeutigen Augenausdruck meines Gatten … er war verliebt ❤ ❤ <3.

Nein, nicht in mich – in Berta. Daran änderte auch nichts, daß sie partout nur unter größtem Protest und heulendem Anlasser anspringen wollte, der Regen zusehends in Schnee überging und wir ja eigentlich noch wo hin wollten…

Alles kein Problem –  O-Ton Gatte –  es kam wie es kommen mußte, Berta bekam ihren Namen und eine neue Familie. Die Honda war vergessen … fürs erste.

Ich stelle vor:  Berta – eine BMW R 100 GS, Bj. 1991 (mit mir ):

IMG_0003 - Kopie

Vielleicht widme ich ihr in Zukunft noch etwas mehr Beachtung, weil -mittlerweile liebe ich sie auch, meine dicke Berta! ❤

P.S. So ist das mit der Liebe…

 

 

Bike ohne PS!

005

Sonntagfrüh, nach dem Regen, die Luft ist kühl, klar und frisch. Die Sonne versteckt sich noch hinter den Wolken.

Das Knirschen des Schotterweges unter den Reifen. Das unermüdliche Gezwitscher der Feldlerchen über den Wiesen. Vereinzelt der Ruf eines Bussards am Himmel. Aus dem nahen Dorf trägt der Wind das Läuten der Kirchenglocken herüber. Es ist nicht laut und das tut gut.

Fortbewegung mit Muskelkraft, ich nur mit mir.

 

001

 

 

 

 

Mein fünftes Motorrad!

Was folgt einem 600er Triebwerk? Richtig: ein 1000er. Das ultimative Teil japanischer Produktion, was damals auf den Markt kam und alle Augen aufleuchten ließ, war eine Yamaha YZF R1. Und weil auch meine Augen das Leuchten anfingen, gab’s nur eines: her damit! Schön, leicht, stark, schnell und giftig! Leider habe ich aus den Untiefen meiner Fotokisten nur dieses eine halbwegs brauchbare Foto fischen können.  Die Älteren  von uns erinnern sich noch an die vordigitale Zeit, als man Filme zum entwickeln wegbringen mußte, tagelang auf das Ergebnis gewartet hat, viel Geld bezahlte und die Hälfte der Kunstwerke verwarf. IMG_0004_NEW - Kopie Nicht, daß ein falscher Eindruck entsteht: so ein Motorrad fährt man solo! Als Sozia erlebt man die Folter der Vorhölle – das Foto entstand im Urlaub vor der Eisdiele.. ausnahmsweise hintendrauf. Was soll ich sagen, einfach geil….. Um die Jahrtausendwende sind  zwar durchaus schon viele Frauen Motorrad gefahren, das hat sich vorwiegend aber auf Chopper, brave Brot-und -Butter-Rädle oder Enduros beschränkt. Superbike-Pilotinnen waren in der absoluten Minderheit. So hatte ich natürlich zum einen die Glotzer, zum anderen den Respekt derer auf meiner Seite, die einen schönen, rund abgefahrenen Reifen zu lesen wußten.  Ich muß immer noch über die (männlichen) Kollegen lachen, die mich – trotz größter Bemühungen ihrerseits –  früher oder später nur von hinten sahen und beim nächsten Parkplatz  brüskiert zur Seite blickten. Ich hoffe, ihr Ego hat sich von der Schmach wieder erholt. 🙂 🙂 Und das da unten bin ich bei einem Ausflug auf die Rennstrecke – da war die Angst noch groß und die Schräglage ausbaufähig ….   IMG_0004-2

Mein viertes Motorrad!

So langsam war es dann an der Zeit, von den hochbeinigen  Enduros auf die schnellere Straßenfraktion umzusteigen. An dieser Stelle mein ganz besonderer Dank an meinen Mann, der mich mit viel Können, Wissen, Liebe,Vertrauen und Geduld an das Motorradeln heran-und hineingeführt hat, nicht zuletzt dadurch, daß ich jederzeit seine Motorräder fahren durfte und die Zeit und Gelegenheit hatte, mich fahrerisch zu entwickeln.

Es begann jetzt eine äußerst intensive Zeit mit schnellen Straßenmotorrädern, leider wurden mit Zunahme der Intensität  die Fotos auch immer weniger. Neben der Honda CBR 900 RR  meines Mannes fuhr ich selber eine Yamaha YZF 600 Thundercat ! Der Motor: rattenscharf, dreh mich, dreh mich, dreh mich …  Die Luft für den Führerschein  wurde allerdings auch immer dünner, weil tendenziell immer zu schnell und die Streckenposten in grün wurden auch immer aktiver.

Das isse – ein schöner Hintern:

 

IMG (2)

Mein zweites und drittes Motorrad!

Mein zweites und mein drittes Motorrad waren jeweils eine XTZ 660 Tenere. Die erste in weiß/rot, die nächste in blau.

War mit ihr zwar nicht in der Wüste, hab mir mit ihr aber meine ersten Hörner abgestoßen. Schwer und hoch – auch nicht so lustig, wenn man beim Anhalten die Füße von den Rasten nimmt und mit selbigen beidseits in der Luft zappelt. Was passiert? Man fällt um wie ein Stein, mitten auf der Straße, vor der roten Ampel, mit Publikum (Wetter ist ja schön, alles unterwegs…)… ja,ja typisch Frau…. Schnell wieder auf die Räder stellen, ganz wichtig: Visier unten lassen und nix wie weg!!!!!!!!!!!! Danach: Sitz abpolstern!

Reisen in die Alpen und zum Gardasee waren neben den alltäglichen Runden trotzdem wunderbar,ich möchte sie nicht missen!IMG_0003 - Kopie